Windkraft und Netzausbau

Herkömmliche Freileitungen werden in besiedelten Gebieten kaum noch akzeptiert. In der Vergangenheit boten sie gegenüber der Erdverkabelung entscheidende Vorteile in den Kriterien Baukosten und Bauzeit. Es kommt künftig also darauf an, Erdverkabelungen kostengünstiger bei kürzerer Bauzeit anzubieten. Unter Einsatz innovativer Verlege-Technik können Erdverkabelungen inzwischen mit Freileitungen konkurrieren. Ich berate Netzbetreiber und Trassen-Anlieger über die Einsatzoptionen dieser innovativen Erdverkabelungs-Technologien.


Neben dem Netzausbau gerät die Standortplanung für Windkraftanlagen immer mehr zur Achilles-Ferse der Energiewende. Das Neben- und Übereinander von unterschiedlichen Planungen von Kommunen, Gemeinde- und Regionalverbänden hat nicht nur zu Mehr- und Doppelaufwand in der öffentlichen Flächenplanung geführt, sondern auch zu Konflikten zwischen Anrainern, Kommunen und neuerdings Investoren. Erschwerend kommt eine inkonsistente Regelung der unterschiedlichen Einspeisevergütungen hinzu: Energiewirtschaftlich nachrangige Schwachwindstandorte werden höher subventioniert als Starkwindstandorte, mit der bedenklichen Folge, dass sich die Investoren derzeit um den Ausbau von Schwachwindstandorten mehr noch bemühen als an jenen mit höherem Windaufkommen. Auch droht an den meisten Standorten im Vorgebirge – gemessen an den Verhältnissen in dünner besiedelten Hochlagen – die größere Beeinträchtigung des Landschaftsbildes. Ich unterstütze Kommunen und Anrainer, die jeweiligen Interessen im Flächenplanungsprozess rechtzeitig zu formulieren und auch durchzusetzen.